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	<title>Steffen Persiel &#187; Radio</title>
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		<title>Warum ich seit heute kein Alsterradio mehr höre</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2009 12:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Persiel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Radio]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Bunsmann, neulich waren Sie noch auf meinem StudiVZ-Profil, um mein Schwarzhörer-T-Shirt zu bewundern. Doch ab sofort will ich kein Schwarzhörer-Clubmitglied mehr sein. Und dass, obwohl ich den Namen Ihres Radiosenders &#8211; wohl einen der längsten in Deutschland &#8211; fehlerfrei wiedergeben kann: Das neue Alsterradio 106!8 rock &#8216;n pop. Meine Abschaltgründe: &#8220;Ab 5 Uhr sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="RadioJournal" href="http://www.radiojournal.de/1/radioarchiv/79_00alsterradio.htm" target="_blank">Herr Bunsmann</a>, neulich waren Sie noch auf meinem StudiVZ-Profil, um mein Schwarzhörer-T-Shirt zu bewundern. Doch ab sofort will ich kein Schwarzhörer-Clubmitglied mehr sein. Und dass, obwohl ich den Namen Ihres Radiosenders &#8211; wohl einen der längsten in Deutschland &#8211; fehlerfrei wiedergeben kann: Das neue Alsterradio 106!8 rock &#8216;n pop.</p>
<p><strong>Meine Abschaltgründe: </strong></p>
<ul>
<li>&#8220;Ab 5 Uhr sind wir wieder für Sie da, wär&#8217; schön, wenn Sie pünktlich wären&#8221;, tönt Morgenmoderatorin Maren Bockholdt* abends bei Alsterradio, damit wir Hörer am nächsten Morgen wieder einzuschalten. Dabei sind Maren &amp; Co. selbst nicht pünktlich: Die Stunde zwischen 5 und 6 Uhr wird am Vortag aufgezeichnet, damit die Moderatoren ein Stündchen länger schlafen können! Die Hörer haben aber bitteschön Punkt 5 Uhr aufzustehen&#8230;</li>
</ul>
<ul>
<li>Ein 9-Live-ähnliches Anrufquiz am Wochenende. Völlig inakzeptabel, die Hörer so auszunehmen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Mehrere Ungereimtheiten bei Treuetests, Abstimmungen von Top100-Songs und vorgeblichen Technikstörungen, die &#8211; oh Wunder &#8211; immer genau von Beginn bis Ende einer Morningshow dauern. Da geht einiges nicht mit rechten Dingen zu!</li>
</ul>
<ul>
<li>Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte: Gestern wurde in der Morningshow gefragt, was 17 + 8 ergibt. Daraufhin riefen mehr als 2 Stunden lang Hörer an und gaben falsche Ergebnisse durch. Von 19 bis 30 war wohl alles dabei, nur die 25 nicht. Die Moderatoren regten sich dann künstlich auf, wegen der Dummheit ihrer Hörer. Dabei ist es umgekehrt: Die Dummheit liegt beim Sender, der seine Hörer dermaßen veräppelt.</li>
</ul>
<p>Mein neuer Radiosender ist zurzeit zufallsbedingt NDR Welle Nord. Werd mich bei Gelegenheit weiterhin umhören, in der Hoffnung, noch einen ehrlichen Sender zu finden. Passend zum Thema: FAIR RADIO. <a href="http://www.fair-radio.net/Unterzeichnen" target="_blank">Hier den Tutzinger Ehtik-Appel für ein glaubwürdiges Radio unterzeichnen.</a></p>
<p><em>* Maren Bockholdt: </em>Den Namen merkt man sich am besten so: &#8220;Eine <strong>Ma</strong>us, die <strong>ren</strong>nt und den <strong>Bock hol</strong><strong>t</strong>&#8220;. Klingt komisch, diese Eselsbrücke wurde aber mal auf Alsterradio von einem Gehirnexperten empfohlen. Und da ich mir diese krude Formulierung über Jahre gemerkt habe, scheint sie ja zu funktionieren.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lila Plakette: Aprilscherz mit pikantem Wappen-Detail</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 17:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Persiel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Radio]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute Morgen haben eine Reihe deutscher Radiosender ihren Hörern einen Aprilscherz gespielt: Die &#8220;Lila Plakette GmbH&#8221; habe im Auftrag der Regierung eine Autoplakette für Frauen eingeführt. Diese müssten Fahrerinnen an der Windschutzscheibe anbringen, um künftig auf Frauenparkplätzen parken zu dürfen und Innenstädte nach 22 Uhr zu befahren. Auf der Website gab es sogar ein Bestellformular [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Morgen haben eine Reihe deutscher Radiosender ihren Hörern einen Aprilscherz gespielt: Die &#8220;Lila Plakette GmbH&#8221; habe im Auftrag der Regierung eine Autoplakette für Frauen eingeführt. Diese müssten Fahrerinnen an der Windschutzscheibe anbringen, um künftig auf Frauenparkplätzen parken zu dürfen und Innenstädte nach 22 Uhr zu befahren. Auf der Website gab es sogar ein Bestellformular für die Plakette. Die Website wurde von der <a href="http://www.radiozentrale.de">Radiozentrale</a> in Auftrag gegeben und liegt auf dem Server der Agentur Pilot (<a href="http://kunden.pilot.de/lilaplakette">http://kunden.pilot.de/lilaplakette</a>) und wurde demnach professionell gestaltet.</p>
<p>Umso schwerer wiegt das Vergehen der Designer, die hoheitlichen Wappen der Bundesländer im Header der Website darzustellen. Denn bei aller Liebe zum Aprilscherz handelt es sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet werden kann (<a href="http://www.buzer.de/gesetz/5827/b15680.htm">§124 OWiG</a>).</p>
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		<title>&#8220;Ich bin Geisterfahrer und stehe dazu&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 07:25:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Persiel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Radio]]></category>

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		<description><![CDATA[An dieser Stelle muss ich dringend die lustigen Radiospots von Immonet.de empfehlen, die mehrfach etwas Besonderes sind: Mehrfach mit Kreativpreisen ausgezeichnet (manch einer vermutet allerdings Gemauschel) aber nie mehrfach auf Sendung! Denn jeder Spot wird pro Sender nur ein einziges Mal ausgestrahlt. Dadurch kommt keine Langeweile bei den Hörern auf, da sie sich auf mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An dieser Stelle muss ich dringend die lustigen Radiospots von <a href="http://www.immonet.de" target="_blank"><strong>Immonet.de</strong></a> empfehlen, die mehrfach etwas Besonderes sind: Mehrfach mit Kreativpreisen ausgezeichnet (manch einer vermutet allerdings <a href="http://textergesucht.blogspot.com/2009/02/eine-frage-der-jury.html" target="_blank">Gemauschel</a>) aber nie mehrfach auf Sendung! Denn jeder Spot wird pro Sender nur ein einziges Mal ausgestrahlt. Dadurch kommt keine Langeweile bei den Hörern auf, da sie sich auf mehr als 70 Spots freuen können. Zum Nachhören gibts alle Spots auch auf <a href="http://www.immonet-nachrichten.de" target="_blank">www.immonet-nachrichten.de</a></p>
<p>Mein Lieblingsspot von heute ist diese Verkehrsnachricht:</p>
<p><object width="450" height="450" data="http://www.immonet-nachrichten.de/interface/immonetplayer.swf?spot=60" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="menu" value="false" /><param name="allowFullScreen" value="false" /><param name="src" value="http://www.immonet-nachrichten.de/interface/immonetplayer.swf?spot=60" /><param name="allowfullscreen" value="false" /></object></p>
<p>Lustig wird übrigens auch der Spot am letzten Kampagnentag sein, wenn der arme Nachrichtensprecher Klaus-Peter Brehm wegen Verbreitung schwachsinniger Falschmeldungen und schwerer Steuerhinterziehung verhaftet wird. Gibt es bereits <a href="http://www.amboss-kreativpreis.de/die_spots_08.php" target="_blank">auf dieser Seite als Spot Nr. 6</a> zum Anhören.</p>
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		<item>
		<title>90% aller Radiosender ohne eigene Onlinecommunity</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jan 2008 17:56:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Persiel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Radio]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr als 240 deutsche Radiosender listet die Radiozentrale auf ihrer Website auf. Doch während klassische Medienunternehmen immer stärker ins Web 2.0 und Social Networks investieren, haben gerade einmal 10% der Sender eine eigene Community im Internet aufgebaut. Das zeigt eine nähere Betrachtung von insgesamt 25 Onlinecommunities deutscher Radiosender, die ich im Januar 2008 durchführte. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als 240 deutsche Radiosender listet die <a target="_blank" href="http://www.radiozentrale.de/site/69.0.html">Radiozentrale</a> auf ihrer Website auf. Doch während klassische Medienunternehmen immer stärker ins Web 2.0 und Social Networks investieren, haben gerade einmal 10% der Sender eine eigene Community im Internet aufgebaut. Das zeigt eine nähere Betrachtung von insgesamt 25 Onlinecommunities deutscher Radiosender, die ich im Januar 2008 durchführte. Die Rangliste der 17 Sender, die ihre Mitgliederzahlen offen legten, führt der schleswig-holsteinische Privatsender <a target="_blank" href="http://www.rsh.de">R.SH</a> an. Mehr als 130.000 Mitglieder sind im dortigen Club registriert, der mit Gewinnspielen wirbt und Prämien für besonders aktive Communitymitglieder auslobt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Antenne Bayern mit 105.000 Mitgliedern sowie der <a target="_blank" href="http://community.hr-online.de/">Hessische Rundfunk</a> mit 56.000 Nutzern.</p>
<p><img src="http://www.steffen-persiel.de/wp-content/uploads/2008/01/radiosnstoplist.jpg" alt="Mitgliederzahlen deutscher Radiocommunities" /></p>
<p>(Quellen: Eigene Recherchen &amp; Senderangaben. Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Stand Januar 2008)</p>
<p>Im Vergleich zu bundesweit agierenden Social Networks wie StudiVZ, Lokalisten oder kwick nehmen sich diese Zahlen zwar beschaulich aus, und auch bei den Community-Features können Radiosender meist nicht mit den „großen“ Konkurrenten mithalten. Doch das müssen sie auch nicht. Radio-Communities werden von den Hörfunkveranstaltern eher als ergänzendes Medium zur Hörerbindung und Promotion verstanden, erklärt z.B. Anja Bajorat vom für <a target="_blank" href="http://www.radiohamburg.de">Radio Hamburg</a> zuständigen Vermarkter MORE.</p>
<p>Gegenüber Social Networks wie Xing und StudiVZ hält sich die Werbung in Radiocommunities sehr zurück – trotzdem weiß man aus den Nutzerdaten Kapital zu schlagen. Zahlreiche Sender wie die <a target="_blank" href="http://www.landeswelle.de">Landeswelle Thüringen</a>, <a target="_blank" href="http://www.rs2.de">rs2</a> aus Berlin oder R.SH lassen ihre Nutzer in die Weitergabe persönlicher Daten an das Hamburger Unternehmen <a target="_blank" href="http://www.rbc.de">RBC GmbH</a> einwilligen. Hierbei handelt es sich um ein auf Direktmarketing spezialisiertes Tochterunternehmen der europaweit agierenden Hörfunkbeteiligungsgesellschaft Regiocast (u.a. Radio SAW, PSR, Antenne MV, deltaradio, Skyradio). So verwundert es nicht, dass die meisten Radiocommunities schon im Registrierungsprozess eine wahre Flut persönlicher Daten abfragen, angefangen von Name, Anschrift und Geburtsdatum bis hin zur Handynummer, die Antenne Bayern sogar mit einer Kontroll-SMS bestätigt haben will.</p>
<p>Qualitativ lassen sich drei Typen von Radiocommunities unterscheiden: Bei gut einem Drittel handelt es sich um reine Gewinnspielclubs ohne User-Interaktion. Das bedeutet, Nutzer haben im Clubbereich nur die Möglichkeit, an Gewinnspielen teilzunehmen, können aber nicht miteinander in Kontakt treten. Die große Mehrheit der Sender bietet hingegen Chats, Foren und interne Message-Systeme, mit denen sich die Nutzer gegenseitig austauschen können. Als Social Network kann man hingegen nur die wenigsten Communities bezeichnen: Vorreiter wie <a target="_blank" href="http://www.motor.de">MotorFM</a>, RPR1, Antenne West und Antenne Bayern haben es verstanden, Features wie Nutzerprofile, Aktivitätsfeeds und ausgereifte Mitgliedersuchfunktionen umzusetzen. Dass dies von den Nutzern honoriert wird, zeigt die enorme Anzahl kostenpflichtiger Premiummitgliedschaften bei Antenne Bayern. Mehr als 50% der Nutzer, die in der Community regelmäßig unterwegs sind, zahlen monatlich bis zu € 5 und erhalten neben einem erweiterten Featureumfang den Status „echtes Mitglied“.</p>
<p>Weniger erfolgreich sind hingegen die White-Label-Bemühungen von <a target="_blank" href="http://www.myinsider.de">RPR1</a> und <a target="_blank" href="http://www.friendel.com">Antenne West</a>. Beide Sender versuchen, ihre Communities auch anderen (Medien-) Unternehmen zur Verfügung zu stellen und die Lizenzgebühren zur Refinanzierung der Plattform zu verwenden. Bislang scheiterte dieses Vorhaben jedoch – genauso wie die Prognose von Antenne West, bis Jahresende 2007 100.000 Teilnehmer gewonnen haben zu wollen – bislang sind es knapp 7.000. Das zeigt: Obwohl Radiosender meist mehr als 100.000 Hörer pro Durchschnittsstunde erreichen, ist diese „Offline-Promotionpower“ noch kein Garant für den Onlineerfolg.</p>
<p><a target="_blank" href="http://vg02.met.vgwort.de/na/faa866ddd94c4c937ec326580826e0?l=http://steffen-persiel.de/radio.pdf">Der detaillierte Bericht als pdf-Download (1 MB)</a></p>
<p><img width="1" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/ebffc9fd8662e1bff892c4c0e87e12" height="1" /></p>
<p><embed flashvars="mode=preview&amp;previewLayout=white&amp;documentId=080206131631-bc09b74958e34dedb260a27c4cdc1ab6&amp;backgroundColor=%23ffffff&amp;layout=white" wmode="transparent" salign="l" scale="noscale" quality="high" src="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v1/IssuuViewer.swf" name="flashticker" style="width: 307px; height: 230px"></embed></p>
<p style="width: 307px; text-align: left"><a target="_blank" href="http://issuu.com"><img border="0" src="http://static.issuu.com/webembed/previewers/style1/v1/m1.gif" isMap="true" /></a><a target="_blank" href="http://issuu.com/viewer?mode=embed&amp;documentId=080206131631-bc09b74958e34dedb260a27c4cdc1ab6&amp;layout=white"><img border="0" src="http://static.issuu.com/webembed/previewers/style1/v1/m2.gif" isMap="true" /></a><a target="_blank" href="http://issuu.com/embed/guide?documentId=080206131631-bc09b74958e34dedb260a27c4cdc1ab6&amp;width=425&amp;height=301"><img border="0" src="http://static.issuu.com/webembed/previewers/style1/v1/m3.gif" isMap="true" /></a></p>
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		<title>Die Sache mit dem One-Shot-Spot</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Dec 2007 19:45:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Persiel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Radio]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Samstagabend vor etwa 2 Wochen habe ich Radio gehört. Und zwar 106!8 &#8211; das neue Alsterradio rock &#8216;n pop. (Ja, der Name ist so lang.) Um kurz vor Mitternacht wurde dort ein Werbespot für die Filmproduktionsfirma Cobblestone ausgestrahlt. Merkwürdig daran: Der Spot hatte Überlänge; er war mindestens 60 Sekunden lang Der Spot bestand aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstagabend vor etwa 2 Wochen habe ich Radio gehört. Und zwar 106!8 &#8211; das neue Alsterradio rock &#8216;n pop. (Ja, der Name ist so lang.) Um kurz vor Mitternacht wurde dort ein Werbespot für die Filmproduktionsfirma Cobblestone ausgestrahlt. Merkwürdig daran:</p>
<ul>
<li>Der Spot hatte Überlänge; er war mindestens 60 Sekunden lang</li>
<li>Der Spot bestand aus einer märchenhaft vorgelesenen Geschichte, deren Handlung sehr sprunghaft erschien.</li>
<li>Erst in den letzten 4 Sekunden erfolgte die Auflösung durch einen Abbinder in dieser Art: &#8220;Manches kann man nicht erzählen. Cobblestone Filmproduktion.&#8221;</li>
<li>Cobblestone ist offenbar im B2B-Geschäft. Warum werben sie im Rundfunk mit riesigen Streuverlusten?</li>
</ul>
<p>Der späte Sendezeitpunkt (günstige Sekundenpreise!), die einmalige Ausstrahlung (davor und danach hab ich den Spot nie wieder gehört) sowie die Überlänge ließen bei mir den Verdacht aufkommen, dass der Spot ein One-Shot für irgendeine Award-Teilnahme ist. ADC, Cannes &amp; Co., dort reichen die Werber ja ihre besten Kampagnen ein und hoffen auf Bronze, Silber, Gold. Teilnahmebedingung ist allerdings oft, dass keine fiktiven Kampagnen eingereicht werden dürfen, sondern nur real gelaufene.</p>
<p>Und genau deshalb &#8211; so zumindest meine Vermutung &#8211; lief auch der Cobblestone-Spot mitten in der Nacht bei Alsterradio. Handwerklich gut gemacht und interessant anzuhören war er auf jeden Fall. Doch das Unternehmen hätte ihn wahrscheinlich nie selbst geschaltet, darauf deutet eine E-Mail der Cobblestone GmbH hin. Nachdem ich mich dort nach dem Spot erkundigte, gabs erstmal nur folgende Auskunft:</p>
<blockquote><p>wir sind eine Werbefilmproduktion und machen eigentlich keine Funkies. Um welchen Spot soll es sich handeln? Das kann nur von der Werbeagentur kommen. Wir arbeiten nicht mit Privatpersonen zusammen.</p></blockquote>
<p>Einige Stunden später wurde mir dann die Aufklärung nachgereicht, dass &#8220;Idee und Produktion von Springer &amp; Jacoby&#8221; kommen. Googelt man mal nach <a href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;q=springer+jacoby+cobblestone&amp;btnG=Google-Suche&amp;meta=">Springer Jacoby Cobblestone</a>, kommt sehr schnell heraus, dass Cobblestone schon in unzähligen Werbefilmproduktionen für SJ-Kunden tätig war. Nun liegt es entweder nahe, dass sich die Werbeagentur bei Cobblestone für die gute Zusammenarbeit mal mit einem &#8220;Freispot&#8221; bedanken wollte, oder dass Springer &amp; Jacoby einfach nur auf der Suche nach einem Unternehmen waren, dass zu ihrem awardträchtigen Spot passt und sich für die Ausstrahlung als Absender einspannen lässt.</p>
<p>Wie dem auch sei: Ein normaler Spot war das sicher nicht, der da vor zwei Wochen zur Geisterstunde im Radio erklang &#8230;</p>
<p><a href="http://www.sagnur.de/index39.html?click="><img border="0" src="http://www.sagnur.de/widgetimage.php?fotoid=39" isMap="true" alt="Sag nur! Klick, um abzustimmen." /></a><img width="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/bccc554c3dbf77836c9f287de0509e" height="1" /></p>
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		</item>
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		<title>Die Zunft der Radiogaukler</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jan 2007 17:35:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Steffen Persiel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Radio]]></category>

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		<description><![CDATA[„Belüge deine Hörer nicht!“, lautet das neue Motto des Hamburger Radiosenders 106!8. Verkündet wurde es kurz vor Weihnachten während einer Diskussion zwischen der Morgenshow-Moderatorin Maren und Tagsüber-Moderator Lars Lorenz. Zum Teasing auf eine Christbaumverlosung dichtete Maren ihrem Kollegen Lars Lorenz ein Förster-Outfit an. Dieser spielte jedoch nicht mit, verwies auf die neue Unternehmensphilosophie und klärte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><img border="0" align="left" width="156" src="http://www.steffen-persiel.de/wp-content/uploads/2007/12/alsterradio.jpg" hspace="6" alt="Alsterradio Außenanzeige" height="206" />„Belüge deine Hörer nicht!“, </em>lautet das neue Motto des Hamburger Radiosenders 106!8. Verkündet wurde es kurz vor Weihnachten während einer Diskussion zwischen der Morgenshow-Moderatorin Maren und Tagsüber-Moderator Lars Lorenz. Zum Teasing auf eine Christbaumverlosung dichtete Maren ihrem Kollegen Lars Lorenz ein Förster-Outfit an. Dieser spielte jedoch nicht mit, verwies auf die neue Unternehmensphilosophie und klärte seine Hörer auf: „Ich sitze hier gar nicht in Gummistiefeln und Holzfällerhemd – sondern in einem roséfarbenen Pullover.“ Die bloßgestellte Maren versuchte die Situation zu retten, indem sie Lars kurzerhand zu einem schwulen Förster erklärte.</p>
<p>Doch hätte es soweit überhaupt kommen müssen? Dürfen Radiomacher der Aufmerksamkeit willen ihrer Hörerschaft etwas vorgaukeln, so wie es kürzlich Antenne Bayern machte? Blogmedien.de deckte nämlich auf, dass Studiogast „Sasha“ gar nicht persönlich im Antennestudio stand, während er sich mit Moderator Wolfgang Leikermoser unterhielt. Die Sendung kam vielmehr aus der Tonkonserve.</p>
<p>Dieses in der Branche auch als &#8220;Voicetracking&#8221; bezeichnete Verfahren kommt immer dann zum Einsatz, wenn keine &#8220;echten&#8221; Moderatoren im Studio sitzen wollen. Zum Beispiel Samstag Nacht oder an Feiertagen.  Die Sendung wird dann wenige Tage zuvor aufgezeichnet, oft sogar schon mit dem Wetterbericht für den betreffenden Tag der Ausstrahlung. Nicht vorproduzieren lassen sich Verkehrsansagen, aber der Sender R.SH aus Schleswig-Holstein hat auch dafür Abhilfe geschaffen: In seinen vorproduzierten Sendungen liest eine realitätsnahe Computerstimme die Stauinfos vor. Die Nachrichten zu jeder Stunde liefert die DPA per Datenleitung aus dem fernen München ins Kieler Funkhaus. Ein cleverer Sendecomputer fügt alle Elemente zusammen, so dass das fertige Programm wie live moderiert aus dem Lautsprecher erschallt &#8211; dabei ist es eine einzige Täuschung!</p>
<p>Auch der Wettbewerber des Alsterradios, Radio Hamburg, hat sich der neuen Ehrlichkeit verschrieben und sendet aus einem gläsernen Studio. Passanten dürfen vorbeikommen und sogar anwesenden Stargästen die Hand schütteln. Fakes wie bei Antenne Bayern sind hier unmöglich – und die Hörer danken es mit langfristigem Vertrauen in den Sender.<br />
Wer sich hingegen veräppelt fühlt, wechselt sicherlich schnell den Sender. Das fängt schon damit an, dass niemand kontrollieren kann, ob wirklich immer der 100. Anrufer eines Gewinnspiels ins Studio durchgestellt wird. Oder ob der Moderator den Inhalt der drei Gewinnumschläge tatsächlich nicht kennt. Oder ob er sie überhaupt vor sich liegen hat und das Aufreiß-Geräusch nicht nur imitiert?</p>
<p>So geschehen vor einigen Jahren bei Hitradio Ostseewelle: Zunächst hörte es sich so an, als zöge Moderator Marcus Japke eine Tankquittung aus dem von Hörern eingesandten Papierberg. Doch der Kommentar einer Kollegin zerstörte die aufgebaute Illusion: „Ich dachte schon, du wolltest in der Bildzeitung einen Fisch einwickeln, so zerknüllst du die.“</p>
<p><img align="right" src="http://www.steffen-persiel.de/wp-content/uploads/2007/12/teuro-tanke.jpg" alt="teuro-tanke.jpg" />Als verziehen sehe ich alle Flunkereien an, die von durchschnittlich intelligenten Hörern als solche identifiziert werden können. Wenn ein Moderator beispielsweise darüber stöhnt, für € 1 an der „Teuro-Tanke“ gerade mal einen halben Mars zu bekommen, obwohl dies nicht der Wahrheit entspricht (siehe Quittungsscan), ist das im Rahmen moderatorischer Freiheit wohl erlaubt.</p>
<p>Doch wo kleine Lügen aufhören, und große beginnen, möge jeder Hörer selbst für sich entscheiden.</p>
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