Ist ja kein Geheimnis, dass alle Welt (und BILD ;- ) derzeit nach monetarisierbaren Mobile-Inhalten sucht. Besonders gefragt: Anwendungen für das iPhone, die sich bequem über den App-Store von Apple vertreiben lassen. Da ist das Bezahlsystem nämlich gleich eingebaut, um den Nutzern ein, zwei Euro pro App zu berechnen. Peanuts für Leute, die sich ein iPhone gönnen.
Was ist aber mit allen anderen Nutzern, die auch mit ihren Handys online gehen – aber eben nicht mit einem iPhone? Soll man auf deren Bezahlpotenzial verzichten?
Wohl eher unfreiwillig, denn hier schlägt die Fragmentierung der verschiedenen Modelle, Betriebssysteme und Browser wieder mal negativ durch. Während sich für die iPhone-Klientel relativ unkompliziert eine App herstellen und kostenpflichtig vertreiben lässt, ist das für die anderen Handymodelle bedeutend schwieriger. Hier lassen sich webbasierte Inhalte, die mit normalen Handybrowsern abrufbar sind, bedeutend einfacher erstellen und verbreiten. – Aber schlechter abrechnen! Mir ist noch kein Verfahren bekannt, das mobile Inhalte komfortabel und mit App-Store-ähnlichen Konditionen abrechnen könnte. Premium-SMS schon mal gar nicht, wegen der hohen Netzbetreiberprovisionen und Handshake-Bedingungen bei leicht höheren Beträgen. Selbst neue Services wie mpass, die zwar auf Handy-Autorisierung basieren, eignen sich nur für klassische Onlineshops, weil die notwendige Bestätigungs-SMS den mobilen Bezahlprozess ab- oder unterbrechen würde.
Gewünschte Lösung: Ein webbasiertes Abrechnungssystem ohne Medienbruch, das am besten netzbetreiberübergreifend funktioniert und mobile Einkäufe zusammen mit der monatlichen Handyrechnung vom Kunden einzieht. Kommt wohl nicht vor 2012.
Moin Moin, hier geiht dat bontjebunt dör Kruut un Kratt vun't Internet över Reklaam bet hen to de niegste Kram. Kurzum: Medien, Marketing, Trends und Innovationen.