Im Rahmen einer küchenwissenschaftlichen Testreihe habe ich soeben die optimale Garzeit für ein Frühstücksei ermittelt (und das am Abend). Als Testgegenstand dienten mir 6 braune Eier der Größenklasse M aus Bodenhaltung (etwa von Rewe). Ich verwendete weiterhin einen mit Wasser gefüllten Topf, eine Eieruhr und einen Elektroherd.
Zur Testdurchführung legte ich zunächst ein Ei in den noch leeren Topf und befüllte diesen anschließend mit Wasser (etwa von Kabballah), setzte ihn dann auf die Herdplatte und drehte den Regler auf Stufe 6 von 6. Die Eieruhr stellte ich ab dem Siedepunkt des Wassers auf 6:30 Minuten ein. Da ich das Weckerläuten jedoch verpasste, befand sich das Ei eine undefinierte Zeit länger im kochenden Wasser. Beim Herausnehmen und späteren Aufessen war es hart.
Ich probierte es mit einem weiteren Ei, das ich diesmal 6 Minuten kochte. Das Eigelb war regelrecht flüssig, ungenießbar.
Anschließend wählte ich eine Garzeit von ca. 7:30 Minuten, und das Ei wies eine durchaus angenehme Konsistenz zwischen fest und noch etwas gelb-glitschig auf. Gibt Leute, die mögen das. Ich hingegen bevorzuge es noch etwas fester.
Deshalb ließ ich das Wasser abkühlen und startete dann den finalen Abschlussvergleich. Ich kochte zwei Eier zusammen 7 Minuten lang, legte ein Ei jedoch von Anfang an in den Topf, das andere erst, als das Wasser zu kochen begann. Das Ergebnis zeigt sich deutlich im Bild unten: Ein 7-Minuten-Ei von Anfang an im Topf wird fest, ein 7-Minuten-Ei ab Siedezeitpunkt gekocht bleibt noch flüssig.
Ich empfehle: Einfach ein Dutzend Eier zur Probe kochen, dann hat man die richtige Zeit im Gefühl und muss sich um 5-, 6- oder 7-Minuten-Eier überhaupt nicht mehr scheren. Guten Morgen.

Das Ei links im Bild platzte beim Kochen übrigens auf, das rechte nicht. Beide Eier stach ich vor dem Kochen nicht an.
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