Behörde schließt Fall ab: Datenschutz-Gau bei StudiVZ fast ohne Folgen

Es war einmal im November 2006, als sich eine Datenschutz-Panne nach der nächsten bei StudiVZ zutrug. Die Blogbar berichtete damals ausführlich und deckte fast täglich neue Unzulänglichen auf.

Ich wies damals in einer kurzen Mail die Berliner Datenschutzbehörde auf die Pannen bei StudiVZ hin. Andere verunsicherte Nutzer werden das vermutlich ebenfalls getan haben. – Und jetzt, nach 2,5 Jahren, liegt die Antwort des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit vor. Die datenschutzrechtliche Prüfung hat demnach ergeben, dass StudiVZ aus „wirtschaftlichen Gründen“ nicht in der Lage sei, Mitglieder von vornherein von personalisierter Werbung freizustellen. Dies müssten die Nutzer selbst in ihren Einstellungen vornehmen. Weiterhin sei folgendes vereinbart worden:

  • StudiVZ erlaubt Pseudonyme und löscht diese nicht.
  • Es findet keine Vorratsdatenspeicherung statt, sondern nur kurzfristig für max. 5 Tage
  • Das Profil kann für Fremde gesperrt werden

Die „schwierigen und langwierigen Verhandlungen“ haben ergeben, dass StudiVZ „in naher Zukunft“ die mit der Behörde vereinbarten Änderungen umsetzen wird. Ich bin gespannt, ob dafür erneut ein Zeitraum von 2,5 Jahren gilt …

1 Kommentar

  1. Internet-Benimmregeln: StudiVZ spielt den Moralapostel und hält sich selbst nicht daran | Basic Thinking Blog · 24. Juli 2009

    […] unflätige Spanner-Videos, umstrittene Gruppen-Inhalte, Sex-Angebote gegen Taschengeld, zahlreiche Sicherheitspannen und versehentliche Löschung von ganzen Gruppen. Von welchen praktischen und guten Erfahrungen […]