26. April 2008 Online1 Kommentar


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So denken viele Grafiker in Onlineagenturen, die verständlicherweise einen guten Job machen wollen. Den haben sie meist an Hochschulen mit traditioneller Lehre von Design und Gestaltung erlernt. Sie wissen, wie Inhalte am augenfreundlichsten angeordnet werden, in welchem Format Bilder am besten wirken und welche Farben harmonieren. Selbst in Usability und bildschirmgerechter Präsentation dürfte heutzutage wohl jeder Designer geschult sein. Doch Suchmaschinenoptimierung?! Ja, vielleicht schon mal gehört. „Ist ja auch wichtig, dass die Seiten gefunden werden – aber nur wenn sie hübsch aussehen.“ Durch Suchmaschinenoptimierer „verunstaltete“ Websites sähe mancher Art Director wohl lieber offline, als dass sie jemals öffentlich würden.

Mit diesen acht Argumenten überzeugen Sie Art Direktoren und grafikverliebte Auftraggeber, ihre Websites für Suchmaschinen zu optimieren. Am besten wirken sie schon in der Konzeptphase.

  1. Widerstehen Sie der Versuchung, dem Kunden einen in Flash gezauberten Dummy zu präsentieren. Machen Sie deutlich, dass bewusst nur einzelne Elemente (z.B. 3D-Ansichten) in Flash programmiert wurden und der Hauptteil zur Optimierung aus HTML besteht.
  2. Verdeutlichen Sie von Anfang an, dass zu jedem Grafik- auch ein unterstützender Textlink platziert werden muss. Diese Forderung ist nicht verhandelbar.
  3. Nutzer haben an Internetseiten nicht die gleichen Erwartungen wie an gedruckte Werbemittel. Sie haben gelernt und akzeptiert, dass es eine Handvoll Schriftarten gibt, die sich für die Bildschirmdarstellung am besten eignen und daher häufig verwendet werden.
  4. Ein nutzerfreundliches Frontend und SEO müssen kein Widerspruch sein. Textbasierte Informationen werden schneller angezeigt (sowohl Nutzern als auch Crawlern), lassen sich auch auf mobilen Endgeräten darstellen und erfordern bei späteren Relaunches keine aufwändigen Formatanpassungen.
  5. Jegliche Form von Applets fordert Rechenleistung des Nutzer-PCs. Zudem ist niemals 100%-ig garantiert, dass Plugins installiert sind oder Applets – auch durch externe Einflüsse dritter Programme – einen Browserabstutz hervorrufen.
  6. Emotionen werden am besten durch Fotos, Animationen und Videos geweckt. Damit sich auch Suchmaschinen die Seite verlieben, sollte der Inhalt solcher Elemente stets textbasiert mit den wichtigsten Keywords beschrieben sein.
  7. Grafisch generierte Überschriften sehen zwar wirklich hübsch aus, fordern allerdings Serverleistung, verlangsamen damit den Seitenaufbau und schmälern die User Experience.
  8. Gestehen Sie Ihrem Grafiker Freiräume zu, oder besser gesagt: Weißräume. Suchmaschinenoptimierte Seiten beinhalten naturgemäß viel Text. Die Seiten dürfen jedoch keinesfalls textlastig wirken! Dieser Aufgabe dürfte sich der Grafiker wohl ausnahmsweise mit Freude widmen.

Tracken Sie Flash-Applikationen. Unbedingt!

Update: Google soll nun offiziell sogar Flash lesen können. Ich bezweifle dies, da viele Flash-Texte in XML-Dateien ausgelagert sind, die kaum aufzuspüren sein dürften.

1 Kommentar auf “SEO und Design, das lass besser sein?”

    Matthias
    April 27th, 2008 at 09:10

    Es gibt auch noch eine Vielzahl weiterer Argumente, warum SEO und Usability Hand in Hand gehen. Ein paar wenige hatte ich schon einmal aufgelistet …

    http://www.rentaseo.de/web-marketing/seo-tips/nutzerfreundlichkeit-recht-einfach.html

    Grüße aus der Oberpfalz!

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