2. Februar 2008 OfflineKommentieren

Nicht nur internationale Konzerne wie McDonalds oder Coca-Cola setzen auf schön klingende Werbesongs, auch hierzulande wollen immer mehr Unternehmen ihren eigenen Corporate Song haben. Besonders schwierig stelle ich mir das Briefing für einen Firmensong vor; das Unternehmen kann zwar den Musikstil, die Stimmenwahl und den Text beeinflussen, letztendlich aber nicht die Melodie. Die liegt in den mehr oder weniger begabten Händen des Komponisten. Einige Beispiele:

  • Air Berlin – Luftfahrt (junge, weibliche Sängerin, schneller Popsong auf deutsch)
  • Edeka – Lebensmitteleinzelhandel (lahmer, deutscher Schlager, männlicher Sänger, weiblicher Background)
  • Fendt – Landmaschinen (deutscher Poprock, männliche Stimme, gut verständlich)
  • DHL Packstation – Logistik (deutscher, langsam Schlager, männliche Stimme)
  • GLS – Logistik (Englischer Popsong, weibliche Sängerin, männlicher Background)
  • Philips – Unterhaltungselektronik (Englische Hymne, sehr instrumental, männliche Stimme)
  • Deutz-Fahr – Landmaschinen (Elektronische Popmusik á la Nena)
  • Scholz & Friends – Werbeagentur (Ruhiger, deutscher Popsong, Mitarbeiterchor)
  • Kaisers Tengelmann – Lebensmitteleinzelhandel (deutscher Poprock, männlicher Sänger)
  • Allianz – Versicherungen (englischer Heimatsong mit weiblicher und männlicher Stimme)

corporatesongs.jpg Bemerkenswert ist, dass fast immer zwei Unternehmen der gleichen Branche einen Corporate Song vorweisen können: Edeka und Kaisers-Tengelmann, DHL und GLS, Fendt und Deutz-Fahr. “Das will ich auch haben!”, dürften also bald auch einige Werbeagenturen, Versicherer und Fluglinien rufen.

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