Nicht nur internationale Konzerne wie McDonalds oder Coca-Cola setzen auf schön klingende Werbesongs, auch hierzulande wollen immer mehr Unternehmen ihren eigenen Corporate Song haben. Besonders schwierig stelle ich mir das Briefing für einen Firmensong vor; das Unternehmen kann zwar den Musikstil, die Stimmenwahl und den Text beeinflussen, letztendlich aber nicht die Melodie. Die liegt in den mehr oder weniger begabten Händen des Komponisten. Einige Beispiele:
- Air Berlin – Luftfahrt (junge, weibliche Sängerin, schneller Popsong auf deutsch)
- Edeka – Lebensmitteleinzelhandel (lahmer, deutscher Schlager, männlicher Sänger, weiblicher Background)
- Fendt – Landmaschinen (deutscher Poprock, männliche Stimme, gut verständlich)
- DHL Packstation – Logistik (deutscher, langsam Schlager, männliche Stimme)
- GLS – Logistik (Englischer Popsong, weibliche Sängerin, männlicher Background)
- Philips – Unterhaltungselektronik (Englische Hymne, sehr instrumental, männliche Stimme)
- Deutz-Fahr – Landmaschinen (Elektronische Popmusik á la Nena)
- Scholz & Friends – Werbeagentur (Ruhiger, deutscher Popsong, Mitarbeiterchor)
- Kaisers Tengelmann – Lebensmitteleinzelhandel (deutscher Poprock, männlicher Sänger)
- Allianz – Versicherungen (englischer Heimatsong mit weiblicher und männlicher Stimme)
Bemerkenswert ist, dass fast immer zwei Unternehmen der gleichen Branche einen Corporate Song vorweisen können: Edeka und Kaisers-Tengelmann, DHL und GLS, Fendt und Deutz-Fahr. “Das will ich auch haben!”, dürften also bald auch einige Werbeagenturen, Versicherer und Fluglinien rufen.
Moin Moin, hier geiht dat bontjebunt dör Kruut un Kratt vun't Internet över Reklaam bet hen to de niegste Kram. Kurzum: Medien, Marketing, Trends und Innovationen.