Da ich selbst bei einem Onlinevermarkter arbeite, weiß um die Wichtigkeit eines gezielten Targetings für Werbetreibende. AOL hatte hier lange Jahre eine Vorreiterrolle, da jedes Mitglied seine Rechnungsanschrift hinterließ und sich mittels AOL-Software ins Internet einwählte. Dadurch standen Angaben wie Geschlecht, Alter und Wohnort stets zur Verfügung. Inzwischen sind aus AOL-Mitgliedern 'Kunden' geworden, der geschlossene Dienst hat sich zum offenen Portal gewandelt. Tricky dabei: Bei anonymen Portalnutzern lassen sich z.B. Alter und Geschlecht schwieriger bestimmen. Um Werbekunden das Targeting dennoch zu ermöglichen, setzt AOL Technologie von Wunderloop ein. Insofern hab ich vollstes Verständnis für StudiVZ, wenn sie ihren Werbekunden künftig ebenfalls eine zielgerichtete Bannerauslieferung ermöglichen wollen. Von darüber hinaus geplanter SMS- und Instant-Messenger-Werbung wurde inzwischen ja wieder Abstand genommen. Und auch die Bannerauslieferung an Nutzer auf Basis ihrer Gruppenmitgliedschaften ist (zumindest im 1. Schritt) lt. Auskunft von StudiVZ noch nicht vorgesehen:
Wir können ab Januar zunächst nach Geschlecht, Wohnort, Hochschule und Studienrichtung targetieren.Passend dazu auch ein Brief des Berliner Datenschutzbeauftragten. Ich wandte mich mit einer Anfrage an ihn, nachdem im letzten Jahr gravierende Sicherheitslücken bekannt wurden. Auch hier scheint Besserung in Sicht:
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Veröffentlicht am: 2007-12-22 17:56:17