Eine Projektwebsite zum Studentenwettbewerb “Tchibo Thinktank” war schuld daran, dass die Unternehmenspläne zum Einstieg ins PayTV-Geschäft öffentlich wurden. Auf der offiziellen Website tchibo-tt.de war zwar immer nur geheimnisumwittert vom Projekttitel “Tchibox” zu lesen, doch wer ein bisschen googelte, stieß schnell auf den Hintergrund. Zugegeben, reißerisch geschrieben ist meine darauf basierende Story schon, aber immerhin interessierten sich dadurch auch Focus-Campus und die Wirtschaftswoche für meine Recherchen
Tchibo plant Einstieg ins Bezahlfernsehen
Der Kaffee- und Handelskonzern Tchibo entwickelt derzeit ein Konzept zum Markteintritt in das Geschäftsfeld Pay-TV. Von dem geheimen Projekt ist bisher nur der Name „Tchibox” öffentlich bekannt. Auf Anfrage teilt Tchibo lediglich mit, dass sich das Projekt „derzeit in der Entwicklungsphase” befindet. Zu den Details wollte sich das Hamburger Unternehmen nicht äußern, doch aus unternehmensnahen Kreisen ist zu erfahren, dass Tchibo offenbar eine Kooperation mit der Münchner Premiere AG anstrebt. Premiere könnte die Versorgung der Tchibo-Kunden mit Decoder-Boxen übernehmen sowie Programminhalte beisteuern.
Die Idee zur Erschließung dieses neuen Geschäftsfeldes entstand vor einem Jahr im Rahmen des „Tchibo Think Tank”, einer Recruitingveranstaltung für Studierende aus ganz Deutschland. Ein Team der Universität Hamburg überzeugte die Tchibo-Geschäftsführung von der Idee des PayTV-Vertriebs. Matthias Tegetmeier, Bernhard Bahners und Christian Jochen Richter erarbeiteten das Produktkonzept während eines dreitägigen Workshops und sind offenbar auch weiterhin über die BRT Hamburg GbR an der Umsetzung beteiligt. Deren Firmenslogan fällt ebenso kurz aus wie alle Statements zur Tchibox: „Nicht reden. Machen.”
Über welche Vertriebskanäle das „Fernsehen für alle” angeboten werden soll, war noch nicht zu erfahren. Neben Finanzdienstleistungen, Mobilfunkangeboten und Reisen stellt die Tchibox einen weiteren Baustein in der Tchibo-Diversifizierungsstrategie dar.
Moin Moin, hier geiht dat bontjebunt dör Kruut un Kratt vun't Internet över Reklaam bet hen to de niegste Kram. Kurzum: Medien, Marketing, Trends und Innovationen.