Wie funktioniert Google Consumer Survey? (Surveywall)

Im März 2012 berichtete t3n.de davon, dass Google ein neuartiges Umfrage-Tool entwickelt hat; die Google Consumer Surveys. Das Besondere daran: Die Befragungsteilnehmer werden auf Websites externer Publisher gewonnen. Üblicherweise funktioniert Online-Marktforschung mit geschlossenen Teilnehmer-Panels, um die Stichprobe der Befragten repräsentativ gewichten zu können und um eine Übertestung (übermäßge Befragung) einzelner Teilnehmer zu verhindern. Google geht einen anderen Weg und ermöglicht es Publishern sogar, durch das Einblenden der Google-Survey-Box Einnahmen zu generieren. Die Einnahmen erscheinen im AdSense-Account.

So sieht es zum Beispiel auf meiner Website Paketda.de aus, in einem Artikel über den Versand von Trockeneis:

google-consumer-survey

Die Google-Umfragen sollen vor allem auf Websites mit Premiumcontent integriert werden. Das geschieht, indem der Seitenbetreiber den Premiumcontent mit einem speziellen <div> umgibt und zusätzlich von Google bereitgestelltes Javascript integriert. Dadurch wird der Premium-Content ausgeblendet (bis auf die ersten 400 Zeichen) und die Website-Nutzer sehen die Aufforderung, an der Umfrage teilzunehmen. Anschließend wird der ausgeblendete Text angezeigt und kann vom Nutzer konsumiert werden.

Der Seitenbetreiber erhält für jede von einem Benutzer beantwortete Frage eine Vergütung in Höhe von $ 0,05. Die ersten 1 bis 2 Wochen erfolgt allerdings noch keine Vergütung, weil Google zunächst mit unvergüteten Umfragen Daten über die Nutzerschaft der Website sammelt („New Publisher Validation Survey“). Seitenbetreiber brauchen mindestens 500 Umfrage-Einblendungen wöchentlich, ansonsten werden sie ggf. von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Ergebnisse, die Teilnehmer-Anzahl und somit die Akzeptanz  der Testumfrage kann der Seitenbetreiber einsehen.

Als Publisher zu Google Consumer Surveys anmelden

Die Anmeldung ist hier möglich: http://www.google.com/insights/consumersurveys/publishers

Es funktioniert vollautomatisch; der Account wird nicht manuell von Google freigeschaltet. Als Seitenbetreiber kann man sofort loslegen und Umfragen auf seiner Website integrieren.

Google Umfragen einbinden

Google stellt einen Javascript-Schnipsel bereit, das man unmittelbar nach dem <body>-Tag in die Seite einfügt. In dem Code ist eine individuelle Publisher-ID enthalten, um die Einnahmen zuordnen zu können.

Desweiteren muss der Inhalt der Seite (den der Nutzer erst nach Beantworten der Frage lesen darf) in dieses <div>-Tag eingeschlossen werden:

<div class="p402_premium"></div>

Unterhalb des schließenden </div> folgt nochmals Javascript:

<script type="text/javascript">
 try { _402_Show(); } catch(e) {}
</script>

Leider hört sich die Integration einfacher an, als sie tatsächlich ist. Ich habe bei Paketda.de beispielsweise eine rechte Seitenspalte mit Werbung. Google schreibt im Integrations-Leitfaden, man solle Werbebanner außerhalb des Premium-Contents platzieren. Wenn der Aufbau des HTML-Seitengerüsts dies jedoch nicht zulässt, muss man es entweder umstellen (wer macht das schon?) oder Layoutfehler hinnehmen. Denn sobald ein Nutzer die Umfrage durchlaufen hat und der Premiumcontent eingeblendet wird, erscheint alles einspaltig. Zumindest in meinem Fall ist es so, dass die zweite Werbespalte mit der ersten Textspalte zusammenfällt.

Mit einem div der Klasse „p402_hide“ ermöglicht Google es zwar, bestimmte Teile des Inhalts von dem Mechanismus auszunehmen, das brachte bei mir jedoch keine Besserung. Schlussendlich habe ich deshalb nur das erste Drittel der Trockeneis-Seite mit dem p402_premium-Div umgeben, bis zur Stelle des ersten Werbebanners. Hier ein weiterer Beispielartikel mit Consumer Survey bei Paketda.de

An Google Consumer Surveys teilnehmen

Wenn ein Nutzer einen Premiuminhalt lesen möchte, ohne die Umfrage zu beantworten, kann er auf den Button „Überspringen“ klicken und der Text kann sofort gelesen werden. Beim erneuten Seitenaufruf wird die Umfragebox erneut eingeblendet.

Beantwortet ein Nutzer die erste Frage in der Umfragebox, erscheint daraufhin noch eine zweite Frage (bis zu 6 weitere Fragen sind möglich). Der Nutzer kann freiwillig alle weiteren Fragen beantworten. Danach erhält er volle 7 Tage lang Zugriff auf alle Premiumtexte der entsprechenden Website. Also nicht bloß für den einen Artikel sondern für alle Artikel.

Beantwortet ein Nutzer nur die erste Frage und hat auf weitere Fragen keine Lust, klickt er auf den Button „Nein danke“. Daraufhin erscheint der Premiumtext. Auch beim erneuten Seitenaufruf des gleichen Artikels wird die Umfragebox nicht mehr eingeblendet, weil sich der Nutzer den Zugriff ja „erkauft“ hat durch seine Antwort.

Selber eine Google Umfrage aufsetzen

Wer selber eine Umfrage mit Google durchführen lassen möchte, kann sich 75 Dollar Startguthaben sichern. Die Anmeldung ist auf dieser Seite möglich.

 

So sieht eine Umfrage-Auswertung aus:

google-consumer-survey2

Verlagsgruppe Weltbild überträgt Kundendaten auf neue Weltbild Retail GmbH

Mit dem Zitat „jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ und folgendem Hinweis gibt die „Verlagsgruppe Weltbild in Insolvenz“ bekannt, dass ihre Geschäfte künftig von der neuen Weltbild Retail GmbH & Co. KG fortgeführt werden:

Im Zuge des „Umzugs“ auf die Weltbild Retail GmbH & Co. KG werden wir Ihre vollständigen Kundendaten (inkl. der Daten über Ihre Bestellungen etc.) sorgfältig auf die Weltbild Retail GmbH & Co. KG übertragen.

 

Das „neue“ Weltbild-Team kündigt seinen Kunden außerdem an, „in Zukunft mit noch mehr Weltbild-Topleistungen“ zu überraschen. Wer gegen die Übertragung seiner Kundendaten Widerspruch einlegen möchte, kann sich unter Angabe seiner Kundennummer und/oder vollständigen Adresse bei der Weltbild GmbH i.I. melden. (Anschrift: Steinerne Furt, 86127 Augsburg). Der Widerspruch muss binnen 3 Wochen nach Erhalt der Benachrichtigungsmail bei Weltbild eingegangen sein. Dann werden die Kundendaten nicht übertragen.

Zalando: Freu dich!

Wie das Onlineportal Golem.de berichtet, wurde beim Onlineversandhändler Zalando am Logistikstandort Brieselang ein Betriebsrat gewählt. Für die Mitarbeiter ist das heute ein Grund „Freu dich!“ zu rufen, denn offenbar stellt Zalando bisher alle Lagermitarbeiter nur befristet ein. Karl-Heinz Austermühle von der Gewerkschaft Verdi erklärte: „Die Betriebsratswahl bei Zalando lief problemlos, wir freuen uns über das gute Abschneiden von Verdi.“

Freu dich!, heißt es auch für den hohen Anteil polnischer Mitarbeiter bei Zalando. Etwa 350 der 1.180 Mitarbeiter in Brieselang sind Polen, die anteilsmäßig mit entsprechend vielen Vertretern im Betriebsrat vertreten sind. Der Betriebsrat umfasst 15 Mitarbeiter.

Die Wahl eines Zalando-Betriebsrates dürfte sich auch positiv auf das Image bei Endkunden auswirken. Denn im Rahmen von Undercover-Recherchen des Senders RTL war Zalando dafür kritisiert worden, seine Mitarbeiter unter Druck zu setzen. Nun könnte das Motto nach der Betriebsrats-Wahl lauten: „Freu dich!“ – und zwar auf den nächsten Einkauf bei Zalando mit gutem Gewissen.

iPad-Kassensysteme für Einzelhändler

Vor allem kleine und mittlere Einzelhändler haben häufig nicht die Möglichkeit, sich ein leistungsstarkes Kassensystem anzuschaffen. Eine Investition von mehreren tausenden Euro wäre schlicht unwirtschaftlich. Deshalb setzen solche Betriebe meistens auf herkömmliche Registrierkassen mit Bonrollen auf Papier. Warum iPad-Kassen eine gute Alternative dazu sind, erläutere ich in diesem Artikel.

Vorteile eines iPad-Kassensystems

Gegenüber einer klassischen Registrierkasse hat eine iPad-Kasse den Vorteil, dass sich ein größerer Funktionsumfang auf geringerem Platz unterbringen lässt. Durch die Verwendung eines iPads als Hardware-Basis sind iPad-Kassen außerdem meistens günstiger als Registrierkassen, zumal letztere i.d.R. über speziell angefertigte (zumeist klobige) Gehäuse verfügen.

Mit einem iPad-Kassensystem lassen sich nicht nur Barzahlungen abwickeln sondern über anschließbare Kartenleser auch EC- und Kreditkartenzahlungen. Desweiteren gibt es den Vorteil, dass Kartenleser und weiteres Zubehör wie z.B. Barcodescanner kabellos mit dem iPad verbunden werden können. Das minimiert den Kabelsalat auf dem Verkaufstresen – und obendrein sieht eine iPad-Kasse einfach elegant aus und hinterlässt bei Kunden einen positiven Eindruck.

iPad-Kassen verfügen oft über eine integrierte Warenwirtschaft, Produkt- und Kundenverwalltung sowie Zusatzfeatures wie z.B. Couponing oder den Kassenbon-Versand per E-Mail. Der Funktionsumfang ist je nach Hersteller unterschiedlich, genauso wie das Preisniveau.

iPad-Kassensystem kaufen

Eine gute Gelegenheit, um ein günstiges iPad-Kassensystem zu erwerben, kommt von MyLane. Das Unternehmen entwickelt zurzeit ein POS-System und nimmt bereits Vorbestellungen entgegen. Durch eine Reservierung sichern sich Interessenten vorab ein iPad-Kassensystem, ohne eine Kaufverpflichtung eingehen zu müssen. Sobald die iPad-Kasse auf dem Markt angeboten wird, werden die reservierten Bestellungen bevorzugt bedient.

Welche Wege führen zum Ziel? Qixxit vergleicht Verkehrsverbindungen von Tür zu Tür

Die Deutsche Bahn hat eine ziemlich innovative Anwendung namens Qixxit entwickelt. Per App oder als Website findet man auf dem Portal Verkehrsverbindungen, die alle möglichen Verkehrsmittel berücksichtigen und miteinander vergleichen. Man kann z.B. eingeben, dass man von Hamburg, Baumwall nach Berlin, Friedrichstr. reisen möchte. Qixxit sucht darauf die verschiedenen Reisemöglichkeiten und zeigt sich übersichtlich an, so dass man Fahrzeit, Fahrtkosteb, Transportmittel und Umsteigehäufigkeit erkennen kann.

qixxit

Qixxit Vergleichsansicht der Verkehrsverbindungen

Aufgrund der hohen Datenmasse und Verbindungsvarianten braucht eine Qixxit-Abfrage natürlich etwas Zeit – dafür ist das Ergebnis sehr überzeugend. Denn Qixxit berücksichtigt nahezu alle Transportmittel, angefangen natürlich bei der Bahn bis hin zu Fernbus, Flugzeug, Taxi, Carsharing, etc.

Ein ähnliches Angebot gibt es mit www.verkehrsmittelvergleich.de schon einige Jahre. Allerdings ist die Usability von Qixxit besser. Künftig sollen auch direkt Ticketbuchungen aus Qixxit möglich sein (lt. Morgenpost-Interview mit DB). Bisher funktioniert das nur umständlich, weil bei jedem Verkehrsanbieter auf dessen Website ein eigenes Ticket gebucht werden muss. Aber so viele Schnittstellen einheitlich auf einem Portal anzubinden ist wahrlich nicht leicht. Insofern mein Fazit: Qixxit ist ziemlich gelungen (bis auf den Namen, dessen Schreibweise ich mir nicht einprägen kann. Quixxit, Quixxitt, Quixit, Qixxit?)

Dropspot-App von BILD zeigt auf 100 Meter genau, was vor der Haustür passiert

Beispiel-Meldungen von Dropspot

Beispiel-Meldungen von Dropspot

BILD war mal wieder erfinderisch und hat eine App namens Dropspot herausgebracht, die im Kern auf den regionalen Nachrichten-Fundus von BILD zugreift. BILD hat ja etliche Regionalausgaben in ganz Deutschland und weiß somit insbesondere in den Großstädten, was wo passiert.

Neuerdings werden die BILD-Berichte von der Redaktion mit Geokoordinaten versehen. Gibt es z.B. eine Schlägerei auf der Reeperbahn, bekommt der BILD-Artikel die zugehörigen Geodaten (so ähnlich wie die Startseiten-Grafik der Berliner BZ). Mit den Koordinaten wird es möglich, dass die Dropspot-App jedem Nutzer standortgenau anzeigt, was bei ihm aktuell (oder früher mal) Interessantes passiert ist. Auf Wunsch kommen die News auf per Push-Nachricht, während man sich durch die Stadt bewegt.

Hier in Hamburg funktioniert das ziemlich gut, so wird mir z.B. ein Artikel über die Elbphilharmonie angezeigt oder dass hier an den Landungsbrücken kürzlich ein kleines Mädchen ins Wasser fiel und hunderte Schaulustige gafften. Je größer der geokodierte Nachrichtenbestand von BILD, desto interessanter wird die App natürlich. Derzeit findet man überwiegend aktuellere News in Dropspot, aber auch Allgemeines und Wissenswertes – so zum Beispiel, dass im Café „Le Golden Eagle“ die Original-Requisiten aus dem Film „Inglourious Basterds“ zu bestaunen sind.

Ich persönlich fände es super, wenn man auch Uralt-Berichte in Dropspot finden würde. Das Hamburger Abendblatt gehört ja leider nicht mehr zu Axel Springer, sonst hätte man deren Archiv wunderbar nutzen können. Es wäre sicher spannend zu erfahren, was in meinem Stadtviertel vor 20 Jahren passiert ist. Andererseits dürfte der Aufwand zu groß sein, jede einzelne Zeitung der Vergangenheit zu durchforsten und Artikel zu geotaggen. Nichtsdestotrotz ist Dropspot eine tolle, innovative App, die sich hoffentlich durchsetzt. Mehr Infos gibt es hier: http://dropspot-app.com/

 

Dropspot-Kartenansicht mit Meldungen

Dropspot-Kartenansicht mit Meldungen

Zweifelhaft: Bonuspunkte im stationären Handel sammeln mit Shopnow oder Yoints

Der stationäre Handel kann gerettet werden! Zumindest wenn es nach den neuen Bonuspunkte-Programmen Shopnow (schon gestartet) und Yoints (noch in Closed Beta) geht. Beide Anbieter wollen Endkunden nämlich dafür belohnen, wenn sie ganz klassisch in der City einkaufen anstatt im Internet. Dazu werden Einzelhandels-Geschäfte mit kleinen Sendern ausgestattet (sog. Beacons), die wiederum mit den Smartphones der vorbeiströmenden Passanten Kontakt aufnehmen können. Dazu müssen die Passanten die jeweilige App von Shopnow oder Yoints installiert haben. Und schon können sie Sonderangebote oder andere Lockmittel auf ihren Handys empfangen, die die Händler aussenden. Damit die Kunden auch mit Spaß bei der Sache sind, werden sie für verschiedene Aktionen mit Bonuspunkten belohnt. Zum Beispiel für das Betreten eines Geschäfts, das Scannen eines Produktcodes oder das Hochladen eines Kassenbons.

Bonuspunkte für das Betreten eines Ladens

Leider ist Yoints noch nicht gestartet, deshalb konnte ich nur die App von Shopnow testen. Yoints befindet sich noch im Probebetrieb und soll bisher auch nur mit QR-Codes funktionieren, die am Eingang eines Ladengeschäfts kleben. Die muss der Nutzer mit der Bonuspunkte-App scannen und wird dann belohnt. Bei Shopnow funktioniert das weitaus unkomplizierter, wenngleich auch nicht reibungslos. Ich habe es unter anderem in der Europapassage in Hamburg getestet, weil hier viele Shopnow-Partner auf einmal zu finden sind. Die sogenannten Walk-Ins funktionieren relativ gut. Man muss sich an den Eingangsbereichs eines Geschäfts stellen und dann in der App auf Walk-In klicken (manchmal wurde ich auch automatisch erkannt). Komischerweise verlangt die Shopnow-App Zugriff auf das Mikrofon meines iPhones – aber gut, vielleicht senden die Beacons ja Hochfrequenztöne, die wir Menschen nicht hören. Lediglich in der Bildbox hat mein Walk-In nicht geklappt, weil stattdessen immer das Signal eines anderen Shops von gegenüber (und eine Etage höher) empfangen wurde. Nach einem erfolgreichen Walk-In bekommt man eine individuelle Begrüßungsbotschaft des Ladens angezeigt (z.B. mit Hinweis auf Sonderangebote), und man wird manchmal aufgefordert, nach dem Einkauf seinen Kassenbon hochzuladen, um mehr Punkte zu sammeln. Die Funktion scheint allerdings noch nicht ausgereift, weil ich dazu nirgends weiterführende Infos gefunden habe.

Shopnow mit Lücke für Trickser

Eine andere Art um bei Shopnow Bonuspunkte zu sammeln, ist das Einscannen von Produkt-Strichcodes. Dazu wird in der Shopnow-App aufgelistet, welche Produkte scanbar sind und bepunktet werden. Douglas hat z.B. ein Parfum ausgewählt, das man scannen soll, und bei Hallhuber gibt’s jede Menge Sommerkleider. Nun lautet ja eine bekannte Gamification-Regel, dass Spieler (hier: Bonuspunkte-Sammler) das System wann immer es geht austricksen, sobald es eine Lücke gibt. Und bei Shopnow lautet die, dass man sich die EAN-Nummern vieler Produkte einfach im Internet zusammensuchen kann, dann erzeugt man sich mit einem Strichcode-Generator die entsprechenden Barcodes, druckt sie aus und kann nun Produkte scannen, ohne sie im Laden in der Hand gehabt zu haben. Man muss sich allerdings einige Meter vor dem Laden befinden, das erkennt die App dann immerhin. Auch außerhalb der Öffnungszeiten sind keine Scans oder Walk-Ins möglich.

Sind die Nutzer unmotiviert?

Ich hatte die Shopnow-App vor etwa 4 Wochen heruntergeladen, weil sie massiv beworben wird (vor allem in Springer-Medien, denn Shopnow wurde vom Tochterunternehmen AS Ideas entwickelt). Allerdings waren die Bonuspunkte-Anreize so gering, dass ich die App nie ausprobiert habe. Bis plötzlich regelmäßig Push-Nachrichten kamen, die mich dazu aufforderten, die App endlich mal zu nutzen. Habe ich weiterhin nicht gemacht. Dann kam eines Tages die Mitteilung, dass es für 5 Walk-Ins pro Tag 50 Zusatzpunkte on top gibt – und erst dann habe ich mich auf den Weg durch Hamburg gemacht und Shopnow ausprobiert. 5 Walk-Ins habe ich sogar geschafft, doch es hätten mehr sein können. Die Anzahl der Walk-Ins und Scans ist nämlich limitiert. Wenn ich 1x bei Hallhuber in der Poststraße war, kann ich für den Besuch von Hallhuber in der Europapassage kein zweites Mal Punkte bekommen. Diese Sperre gilt für 1 Woche und schränkt das Punktesammeln leider ein.

Manko: Sammeln bis zur Prämie dauert ewig

Pro Walk-In gibt es bei Shopnow 10 bis 15 Bonuspunkte und pro gescanntem Produkt 7 bis 24 Punkte. Die günstigste Prämie ist zurzeit ein 5-Euro-Gutschein für Hallhuber für 150 Punkte (kostet normalerweise 250 Punkte). Nun kann sich jeder selbst ausrechnen, wie viele Geschäfte man besuchen muss und wie viele Produkte man scannen muss, um eine Prämie zu ergattern. Mir ist das zuviel Aufwand. Schließlich muss man bedenken, dass der Besuch eines Shops erheblich Zeit in Anspruch nimmt. Für meine 5 Walk-Ins und einige Produkt-Scans war ich 2 bis 3 Stunden unterwegs. Zurzeit hat Shopnow eine Aktion gestartet, bei der es 77 Zusatzpunkte gibt, wenn man 7 Produkte an einem Tag scannt. Offenbar lassen sich die Nutzer nur über solche Anreize motivieren, Shopnow zu nutzen.

Fazit

Shopnow und Yoints werden sich nicht als eigenständige Apps behaupten können. Wenn Payback sowas anbieten würde, hätte es mehr Durchschlagskraft und vielleicht Erfolg am Markt. Ich sehe für Endkunden jedoch keinen Nutzen, für das Betreten von Ladengeschäften oder das Scannen von Produkten Punkte zu sammeln. Zumal ich keines der Geschäfte wirklich betreten habe sondern nur vor dem Eingang stand. Das ist für die Ladeninhaber ja auch nicht nützlich.

 

Die 10 Tops und Flops von ABOUT YOU (Projekt Collins von OTTO)

Top10-Listen ziehen immer, das ist inzwischen wissenschaftlich erforscht, und so spricht wohl nichts dagegen, wenn ich mich ebenfalls dieses Mittels bediene. Anlass ist der heutige Launch von aboutyou.de, dem sagenumwobenen Onlineshop aus dem Hause OTTO. Sagenumwoben deshalb, weil man ihm die Fähigkeit zuschrieb, es mit Zalando aufnehmen zu wollen. Das sei aber nur eine Fantasie der Medien gewesen, sagen die Aboutyou-Macher. Der Shop schreibt sich übrigens in Großbuchstaben ABOUT YOU und verwendet ein kontrastreiches Schwarzweiß-Design.

Exkurs: ABOUT YOU ist der Hauptbestandteil des sog. Projekts Collins. Unter diesem Projektnamen entwickelt OTTO-Junior eine ganze Reihe von Onlineshops um dem Geheimnis der Conversionoptimierung auf die Schliche zu kommen. Das gelingt angeblich ganz gut, indem man nicht bloß Produkte darstellt, sondern auch Drumherum angenehme Services bietet. Ähnlich wie die Leseecke in der Buchhandlung. (OK, der stationäre Buchhandel ist ein schlechtes Beispiel für gelungenen E-Commerce ;-))

Steffens Top 5 bei ABOUT YOU

  1. Nutzer können im Aboutyou-Shop Apps aktivieren mit Zusatzfunktionen (z.B. „Ahme den Style eines Stars nach“ oder „Gewinne 10% Rabatt beim Fashion-Memory“… oder besser gesagt Fashion-Legespiel, denn das andere Wort ist ja eine geschützte Marke). Jedenfalls können Apps sogar externe Entwickler beisteuern. Wird über die App ein Produkt verkauft, erhält der App-Erfinder eine Provision.
  2. Lieferung per DHL möglich, juhu! (Das ist bei OTTO eigentlich nie, nie, nie möglich. Schließlich gehört Hermes zum OTTO-Konzern)
  3. Bezahlen mit Paypal möglich.
  4. Wiederkehrende, eingeloggte Nutzer sehen keine generische Startseite sondern einen individuellen Produktstream.
  5. Auf Anhieb verständliche Navigation, auch im Zusammenspiel mit den Apps.

Steffens Flop 5 bei ABOUT YOU

  1. „Kuratiertes Sortiment.“ Die Aboutyou-Macher präsentieren ihrer Kundenschaft nur einen Teil des möglichen Sortiments, indem sie aus der OTTO-Datenbank einige Produkte auswählen haben und zusätzlich einen eigenen Wareneinkauf betreiben für solche Marken, die OTTO nicht führt. Das mag für den Shop aboutyou.de die richtige Strategie sein, nicht aber für externe Entwickler und deren Apps. Nischenmarken sind nicht verfügbar, so dass z.B. keine App ein Adidas-Produkt verkaufen kann, weil es Adidas bei aboutyou nicht gibt.
  2. ABOUT YOU ermöglicht es Entwicklern offenbar, auch fremde Produkte über die Apps zu verkaufen. Daran verdient Aboutyou allerdings mit. Frage mich, wie man das trackt, und wie der Kunde später seine Lieferung erhält (Produkte von OTTO, ABOUT YOU und Fremdprodukte getrennt in 3 Paketen? Vermutlich)
  3. In den Apps gibt es jede Menge Content, z.B. Reiseberichte und dazu passende Klamotten. Zweifelhaft bleibt, ob ich für eine Reise nach New York nun ausgerechnet diese eine schwarze Hose brauche. Ich würde niemals etwas redaktionell empfohlenes ungeprüft in einen Warenkorb übernehmen sondern nochmal einen Preisvergleich machen.
  4. Beim Checkout hätte ich etwas nie Dagewesenes erwartet. Anstelle der herkömmlichen und langwierigen Abfolge (Warenkorb > Adresseingabe > Bezahlen > Bestätigen) wäre ein Checkout direkt auf der Produktdetailseite mal was Neues. Habe ich mir schon oft gewünscht, weil ein Warenkorb eher umständlich ist, wenn man ohnehin nur 1 Produkt kaufen will.
  5. DHL als Versandart lässt sich im Bestellprozess gar nicht auswählen?! Außerdem sind keine Lieferung an DHL Packstationen möglich (aber siehe da: Hermes Paketshops funktionieren). Man streiche sofort Punkt 2 unter den Top-Punkten oben)

Fazit

Insgesamt gelungen! Das Konzept passt gut zu Otto und könnte ich mir bei Zalando nicht vorstellen. Bei Endkunden wird der Shop wohl erst im Herbst bekannt gemacht, dann wird man den Erfolg bzw. die Akzeptanz beurteilen können. Das beschränkte Sortiment gefällt mir nicht so gut. (Nur bezogen auf die Tatsache, dass es beschränkt ist. Die Produktauswahl an sich wird schon ok sein, dafür hat man ja erfahrene Einkäufer.) PS: Während ich diesen Artikel geschrieben habe, ist die Shop-API von Collins abgeraucht.

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Die Apps von ABOUT YOU

Esprit: ein Modekonzern im Wandel

Weltweit einkaufenMöglicherweise können die Kunden beim Einkauf in Online-Shops künftig noch einfacher Geld sparen. Bonuspunkte sammeln die Kunden beim Einkauf im Online Shop ja bisher schon. Sie mussten allerdings ein gewisses Kontingent an Punkten gesammelt haben, bevor sie diese einlösen konnten. Das betraf auch das Payback-Bonussystem mit seinen zahlreichen Handelspartnern. Doch die ersten Shops bieten bereits die Option, auch relativ wenige Payback-Punkte direkt vom Rechnungsbetrag abzuziehen. Das könnte auch für den Esprit-Shop interessant sein, der hier zu finden ist. Hamburg gilt als wichtiger Standort für die Mode-Holding, die 80 Prozent ihres weltweiten Umsatzes in Europa erwirtschaftet. Denn Esprit ist in der Hansestadt aktuell mit 15 Shops vertreten. Der Konzern befindet sich nämlich gerade in einer Phase der Umstrukturierung und der strategischen Neuausrichtung.

Das ist Esprit.

Mode, Schuhe, Möbel und Schmuck bietet der Händler online und in seinen Filialen in mehr als 40 Ländern an. Die Unternehmensgeschichte von Esprit liest sich wie ein amerikanischer Traum: 1968 fuhren Douglas und Susine Tomkiens in ihrem Kombi durch Kalifornien, um im Sunshine-State selbst genähte Kleidung zu verkaufen. Bereits in den 1970er Jahren stiegen die Gründer wieder aus der Firma aus, behielten aber weiterhin Anteile. Darauf hin wurde Esprit USA selbstständig, während die Zentralen in Asien und Europa aufgebaut wurden. Die Esprit de Corp. wurde 1976 gegründet und eroberte den europäischen Markt im Sturm. Nach der Scheidung von seiner Frau verkaufte Douglas Tomkins seine Anteile und baute mit dem Erlös einen Nationalpark in Südamerika auf. Michael Ying, Inhaber des Asiengeschäftes, kaufte die Anteile seiner Partner 1997 und 2002 wieder auf und führte die Geschäfte in Amerika, Europa und Asien wieder zusammen. Er gründete die Esprit Holdings Limited mit Sitz in Hongkong.

© Ich-und-Du / pixelio.de

Ein Konzern im Umbruch

Schon 2011 kündigte die Konzernführung einen massiven Umbau an. Der Grund dafür liegt darin, dass Billigketten Esprit mittlerweile einen harten Konkurrenzkampf liefern. Deshalb wurden die Geschäfte in Nordamerika, Dänemark, Schweden und Spanien geschlossen. Künftig will sich Esprit auf den asiatischen Markt, insbesondere auf China, konzentrieren. Mitten in dieser Umbruchsphase erwirtschaftete Esprit im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Verlust von 427 Milliarden Euro, während der Umsatz um 14 Prozent geschrumpft ist. Dieser Verlust liege hauptsächlich an Rückstellungen und Abschreibungen. Diese hingen mit den Ladenschließungen und einer weiteren Expansion in China zusammen. Damit hat Esprit zum ersten Mal rote Zahlen geschrieben, seitdem das Unternehmen 1993 an der Hongkonger Börse gelistet ist. Der Modehändler wollte daraufhin die Lage stabilisieren und die Basis für weiteres Wachstum schaffen.

Bildquellen: Thorben Wengert (Bild 1, Weltweit einkaufen), Ich-und-Du (Bild 2, Einkaufsstraße) / pixelio.de

Einen WG-Nachmieter im Internet finden

(c) istockphoto / sjlocke

(c) istockphoto / sjlocke

WGs und die Nachmietersuche im Web – Ein Dauerthema

Das Wohnen in einer WG bzw. Wohngemeinschaft wird immer beliebter, denn mittlerweile findet man sie in jeder Altersgruppe. Besonders junge Leute, die noch nicht so viel Geld verdienen, schließen sich gerne in einer WG zusammen. Immer öfter sind es aber auch Senioren, die sich in einer Wohngemeinschaft einfach sicherer fühlen. Bei den Familien können diese nicht mehr untergebracht werden und ein Platz im Seniorenheim wirkt immer noch abschreckend auf viele ältere Menschen. In diesen WGs hilft man sich gegenseitig und die unterschiedlichen Gebrechen werden durch die anderen Mitbewohner aufgehoben. Auch arbeiten viele dieser Wohngemeinschaften mit Pflegediensten und/oder Sozialarbeitern zusammen, die die Senioren in ihrem Zusammenleben zusätzlich unterstützen können. Wird ein Nachmieter gesucht, bietet sich die Suche über kostenlose Internetportale an.

Vorteile einer WG

Die Vorteile einer WG liegen eigentlich auf der Hand. Zum einen sind es der geringe Mietpreis (i.d.R. gilt: je größer die Wohnung, desto günstiger der Quadratmeterpreis) und die aufgeteilten Nebenkosten, denn die Miete inklusive Nebenkosten wird durch die Anzahl der Bewohner geteilt. Auch werden die Energiekosten für Sie deutlich niedriger, denn auch diese können gerecht aufgeteilt werden. Nicht nur für junge Leute liegt ein Vorteil darin, dass sie sich nicht alle Möbel neu kaufen müssen, denn die Möbel für die Nutzung der Gemeinschaftsräume wie Küche, Bad und Wohnraum, werden zusammen angeschafft oder sind bereits vorhanden. Für Bewohner jeden Alters ist es zudem wichtig, dass sie nicht alleine sind, also immer einen Ansprechpartner haben. Im Idealfall harmonieren die Bewohner einer WG wie eine große Familie.

Hohe Fluktuation und enges zusammenleben

Die Nachmietersuche ist in WGs ein Dauerthema. Die Fluktuation in den Wohngemeinschaften ist relativ hoch, egal welche Altersgruppe davon betroffen ist. Bei den Jüngeren ist es oft das Zusammenziehen mit einem Partner in eine eigene Wohnung oder berufliche Veränderungen und bei den Älteren kann die Gesundheit eine intensivierte Pflege bedingen. So heißt es in WGs auch häufig mal: Nachmieter gesucht. Diese Nachmieter können Sie im Internet beispielsweise hier:http://www.nachmietergesucht.net/ oder über lokale Tageszeitungen suchen.

Das Internet hat den Vorteil, dass Sie eine breite Masse Menschen, auch überregional, erreichen können. Das Internet hat zudem auch den Vorteil, dass Sie viel detailreicher schreiben können, was den Rahmen eines Zeitungsinserates sprengen würde. Oft werden solche Inserate zudem im Internet kostenlos angeboten, was ebenfalls ein großer Vorteil gegenüber der Zeitungsanzeige ist. Ebenfalls können Sie beim Inserat im Internet auch Bilder des Wohnraumes für den neuen Bewohner und der übrigen räumlichen Gegebenheiten einstellen. Generell können Sie in einem Inserat darauf verweisen, welche Eigenschaften der zukünftige Mitbewohner der WG haben sollte, wie die Zusammensetzung der Bewohner der WG ist und welche Aufgaben dem neuen Bewohner zufallen. Dies ist besonders wichtig, da man ja in aller Regel relativ eng zusammen wohnen wird.

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